Fax und VoIP
Problematik
Faxübertragungen sind Datenverbindungen, die einen sehr konstanten Datenstrom brauchen und andere Frequenzen als die menschliche Sprache verwenden. Daher muß eine auf Sprache ausgerichtete, nicht verlustfrei arbeitende Kompremierung der Frequenzen bei Faxen unweigerlich zu Fehlern führen. Auch sind IP-Netze nicht auf einen gleichmäßigen Datenstrom ausgelegt, so dass kleine Aussetzer, die der Mensch im VoIP Gespräch vielleicht noch nicht einmal wahrnimmt, leicht eine Fax-Verbindung stören können.
Moderne Telefonanlagen sollten daher sowohl unterschiedliche analoge Geräte (Fax, Modem, etc) anbinden, als auch entsprechende Dienste vollelektronisch selbst anbieten können (etwa um Dokumente ohne Ausdruck zu faxen oder auch um mehreren Mitarbeitern eine eigene Fax-Nummer zu geben).
Lösungen
Fax- und Modem-Verbindungen lassen sich in IP-Netzwerken mit den Protokolle T.38 bzw. V.150.1 sicher – wenn auch langsamer – übertragen. Jedoch werden diese Protokolle leider – sofern überhaupt – unterschiedlich implementiert. Die zuverlässigste Lösung zur Anbindung analoger Wählgeräte besteht daher zur Zeit noch darin, die analoge Schnittstelle unter Umgehung des Netzwerkes direkt an dem ISDN-Anschluss bereitzustellen. Bei ISDN-Karten verwenden wir daher überwiegend die von Sangoma, da diese geeignete analoge Schnittstelle zur Verfügung stellen können. Ferner besitzen diese Karten einen guten Echo-Canceler und lösen dank Ihres Woomera - Protokoll relativ wenig Interrupts aus. Als elektronischen Fax-Server verwenden wir HylaFAX, welcher dann über ein virtuelles Modem angesprochen wird.


